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Lehrstuhl Landschaftsarchitektur

Bergische Universität Wuppertal 

Campus Haspel

Haspeler Str. 27 

Raum HB 02.19 

42285 Wuppertal <

 

 

Prof. Klaus Overmeyer

overmeyer{at}uni-wuppertal.de

Tel.: 0202 - 439-4322 

 

M.Sc. Johann Eckartz

eckartz@uni-wuppertal.de

Tel.: 0202 - 439-4322

 

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NEWS | WAS IN DIESEM SEMESTER SO ANSTEHT 

Wintersemester 2020 / 2021

Inner Cities - Open Spaces (B.Sc. – Wahlfach LA1)

Innerstädtische Freiräume gewinnen nicht erst seit Beginn der aktuellen Pandemie an Bedeutung. Unsere Stadtzentren werden vor allem durch Fußgängerzonen, Geschäftsstraßen und Parkflächen geprägt. Die Anforderungen an die Freiräume haben sich allerdings gewandelt. Lange Zeit wurden die Innenstädte auf die Bedürfnisse des Handels ausgerichtet, viel Verkaufsfläche, Zentralität und eine gute Erreichbarkeit für den Individualverkehr standen im Fokus. Schon vor Beginn der Pandemie und der Schließung der Einzelhandelsgeschäfte im Frühjahr standen unsere Innenstädte unter Druck, die Situation hat sich jetzt noch weiter verschärft. Der Einzelhandelssektor hat sich erheblich gewandelt, der Online-Handel nimmt immer weiter zu und immer mehr große Warenhäuser stehen leer. Die Innenstädte brauchen eine neue Perspektive. Neben dem Handel drängen neue Nutzungen in die Innenstädte, die auch eigene Anforderungen an den Freiraum mitbringen. Es gibt den Bedarf an Raum für Kultur, Bildung und Wohnen. Es werden qualitative Freiräume mit Aufenthaltsqualität benötigt, die verschiedene Arten von Nutzungen zulassen und auf zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen reagieren können. Die zur Verfügung stehenden Flächen stehen in Konkurrenz zur Nachverdichtung der Innenstädte und dem notwendigen Bau von Wohnungen. Aus diesem Grund ist seit einigen Jahren die Transformation von untergenutzten Flächen in den Innenstädten zu neuen Arten von innerstädtischen Freiräumen zu beobachten. Dachflächen werden zu Dachgärten für das Quartier und haben neben der Aufenhaltsqualität noch einen positiven Einfluss auf das Mikroklima in der Stadt, innerstädtische Retentionsflächen werden mit einer zusätzlichen Nutzung belegt und Schulhöfe werden für die Bewohner geöffnet. Bei der Suche nach Flächenpotentialen fällt ein besonderes Augenmerk auf die verkehrliche Infrastruktur, die einen enormen Anteil der Fläche in den Städten einnimmt. Stellt man sich die Innenstadt der Zukunft mit deutlich verringertem Autoverkehr vor, entsteht ein riesiges Potential. Anhand der Analyse von gelungenen Freiraumgestaltungen werden wir einen Werkzeugkasten aus unterschiedlichen Entwurfsmethodiken entwickeln. Ziel ist ein landschaftsarchitektonischer Freiraumentwurf in der Wuppertaler Innenstadt, der den Anforderungen des Ortes gerecht wird und auf die geänderten gesellschaftlichen Ansprüche reagiert. 

Handel im Wandel (Studio S IP und S ES)

Entwicklung einer Zukunftsvision für die Steinbecker Meile in Wuppertal 

Nicht erst seit der Corona-Pandemie steht der stationäre Einzelhandel in Deutschland unter Druck: kleine Läden schließen, Discounter wachsen auf der grünen Wiese, Fußgängerzonen werden leblos, der Online-Handel blüht. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns der Steinbecker Meile, einer Fachmarktagglomeration unweit der historischen Stadthalle Wuppertal, widmen. Der Standort ist hierbei ein „typischer Vertreter“ der Vergangenheit. Es ist eingeschossig gebaut, verfügt im vorderen Teil des Grundstücks über zahlreiche Parkplätze und eine entsprechende auf das Auto fixierte Erschließungssituation. Die einzelnen Märkte befinden sich in einem unterschiedlichen Zustand: Teilweise haben Eigentümer gerade in ihre Immobilie investiert, teilweise besteht starker Sanierungsbedarf. Abgesehen davon, dass das zentral gelegene Grundstück damit nicht effizient ausgenutzt ist, stellen sich eine Reihe von Zukunftsfragen für das Grundstück: Wie sieht das Einkaufserlebnis in Zukunft aus? Wie könnte ein innovatives und zukunftsfähiges Bau- und Nutzungskonzept die Steinbecker Meile aussehen? Wie kann das bestehende Fachmarktzentrum in ein städtisches Quartier transformiert werden? Und welchen Mehrwert hat der Standort für den Arrenberg?

 

Post Corona City (ES1 / ES3)

Vor allem die Phase des Lockdowns, in dem das öffentliche Leben in den Städten fast komplett zum Erliegen gekommen ist, scheint für die Städte ein riesiger unfreiwilliger Feldversuch latent vorhandener Tendenzen der Stadtentwicklung gewesen zu sein. Schwächen und kritische Entwicklungen unserer Gesellschaft wurden von heute auf morgen sichtbar, aber auch Potentiale, die bereits lange Teil des fachlichen und öffentlichen Diskurses sind, wurden plötzlich von der breiten Masse wahrgenommen und getestet. Covid 19 wirkt stellenweise wie ein Katalysator der Stadtentwicklung. In der Geschichte waren immer wieder einschneidende Ereignisse nötig, um einen Wandel in der Gesellschaft hervorzurufen. Zur Zeit befinden wir uns noch mitten in der Pandemie, keiner kann uns sagen, wie lange sie noch anhält und mit welchen Folgen für die Gesellschaft wir zu rechnen haben. Kehren wir irgendwann zu der gewohnten lebendigen Urbanität zurück und die Kontaktbeschränkungen mit ihren Auswirkungen auf den öffentlichen Raum werden als Zeitabschnitt verbucht oder wird der Zustand ungewollt zur Normalität und geht sogar in das neue Verständnis von Sicherheit über? Diese Frage ist noch nicht zu beantworten, wird aber für die Entwicklung unserer Städte von großer Bedeutung sein. Es ist aber nicht zu früh über die Perspektiven für unsere Gesellschaft nachzudenken und einen Diskurs darüber anzustoßen.  

 

 

Begehbares Modell - enstanden im Rahmen des Studios im Master

zuletzt bearbeitet am: 25.10.2020